Fasnachtsfeuer

Am Sonntag nach Aeschermittwoch, d.h. vor dem Morgestraich in Basel, wird das „Fasnachtsfiir“ angezündet. Für das Fasnachtsfeuer sammelt eine Gruppe aus dem Dorf gebundene Hölzer, so genannte „Wälle“, zusammen, um sie am Standort des Fasnachtsfeuers aufzuschichten. Dieser Brauch wird bis heute hochgehalten. Häufig legen die Oberwiler, welche „Wällen“ vor ihrem Haus aufschichten, einen Karton Bier dazu oder laden die Fasnachtsleute zu „Schänggeli und Wiiswyy“ ein. Auf dem von einem Traktor gezogenen Anhänger singen die Holzsammler den Spruch:

„Holz, Strau, Schitterwälle, fir die alti Fasnachtschälle, sDorf uff, sDorf abb,  wär nit gitt isch Lumpepack.“

 Fasnachtsfeuer (Ru)

Das gesammelte Holz wird auf dem Bielhübel zu einer grossen Holzbeige aufgetürmt. „An dr alte Fasnecht, am Fasnecht-Fiir-Sunntig, znacht, brenne by eys im Tal d’Fasnecht-Fiir. D’Buebe hei Holz und Strau gsammlet. Grossi hei-ene ghulfe d’Fiir obe-n-am Dorf uffbiige“ (Oberwiler Mundart).

Am Abend des Fasnachtsfeuers zieht die versammelte Menschenscharr dann in einem Fackelzug vom Schwanenplatz zum Fasnachtsfeuer auf dem Bielhübel, wo das Reedlischigge – ein uralter heidnischer Fruchtbarkeitszauber – den Winter verabschiedet.